Klima-Gesundheitsnetzwerk Österreich
Das Klima-Gesundheitsnetzwerk verbindet Initiativen, Angebote sowie Akteurinnen und Akteure aus Gesundheit, Gesundheitsförderung und Klimawandelanpassung. Durch diese Vernetzung unterstützt das Netzwerk eine zukunftsorientierte Ausrichtung der Gesundheitsförderung und trägt dazu bei, den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels wirksam zu begegnen.
Beteiligt sind Akteurinnen und Akteure aus Bund, Ländern, regionalen Organisationen und Sozialversicherungsträgern. Den Mitgliedern sowie ihren Multiplikatorinnen und Multiplikatoren stellt das Netzwerk praxisnahe Informationen, Schulungsmodule und Umsetzungstools bereit – für einen regionalen, lokalen und settingbezogenen Kapazitätsaufbau rund um Klimaresilienz und Gesundheit.
Hier finden Sie künftig eine wachsende Sammlung an Toolboxen, kostenlosen Schulungsterminen und einen Speaker:innen-Pool rund um Klima und Gesundheit. Die Inhalte werden laufend ergänzt, um Akteurinnen und Akteure bestmöglich bei der Umsetzung klimaresilienter Gesundheitsförderung zu unterstützen.

Produkte und Materialien des Klima-Gesundheitsnetzwerks
Die Toolboxen des Klima-Gesundheitsnetzwerks bündeln Informationsmaterialien sowie praxisnahe Tools und Methoden, die Akteurinnen und Akteure bei der Umsetzung klimaresilienter Gesundheitsförderung unterstützen. Die Sammlung wird laufend erweitert und bietet künftig hilfreiche Werkzeuge für unterschiedliche Settings, Zielgruppen und regionale Anforderungen.
Der Speaker:innen-Pool bietet künftig einen Überblick über Expertinnen und Experten zu Klima und Gesundheit. Er unterstützt Organisationen dabei, passende Fachpersonen für Vorträge, Workshops oder Austauschformate zu finden.
Das Klima‑Gesundheitsnetzwerk zeigt gelungene Kooperationsprojekte von Akteurinnen und Akteuren aus Gesundheit, Gesundheitsförderung und Klimawandelanpassung. Im Fokus steht gemeinsames Handeln an der Schnittstelle von Klima und Gesundheit. Die Beispiele werden laufend erweitert. Sie sollen inspirieren, zur Nachahmung anregen und neue Partnerschaften fördern.
Beispiele guter Praxis
Das Klima‑Gesundheitsnetzwerk macht gelungene Kooperationsprojekte von Akteurinnen und Akteuren der Gesundheit, Gesundheitsförderung und Klimawandelanpassung sichtbar. Im Mittelpunkt stehen Beispiele gemeinsamen Handelns an der Schnittstelle von Klima und Gesundheit. Sie zeigen, wie vielfältig und wirksam Zusammenarbeit in diesem Themenfeld sein kann, sollen inspirieren, zur Nachahmung anregen und neue Partnerschaften fördern. Die dargestellten Beispiele werden direkt von den Mitgliedern des Klima‑Gesundheitsnetzwerks eingebracht und spiegeln deren Engagement, Erfahrungen und Praxiswissen wider.
Sie kennen ein besonders gelungenes Projekt? Wir freuen uns über Ihre Vorschläge.

Das Projekt ActNow verfolgt das Ziel, das Mobilitätsverhalten in Österreich nachhaltiger und gesundheitsförderlicher zu gestalten - mit besonderem Fokus auf Arbeitswege. Mithilfe eines digitalen Tools sollen Menschen motiviert werden, vermehrt aktive und umweltfreunde Mobilitätsformen zu nutzen und damit einen Beitrag zur Erreichung der nationalen Umwelt-, Klima- und Gesundheitsziele zu leisten.
Das Projekt verbindet soziale Gerechtigkeit mit ökologischem Handeln und stärkt den Hitzeschutz für Menschen mit Behinderung in Einrichtungen der Chancengleichheit. In Workshops werden Zusammenhänge zwischen sozialer Gleichstellung und Klimaschutz aufgezeigt, alltagsnahe Handlungsmöglichkeiten vermittelt und gemeinsam konkrete Maßnahmen entwickelt. Das Projekt zeigt, dass wirksamer Klimaschutz gleiche Teilhabechancen braucht und stärkt die Organisation als Vorbild für soziale und ökologische Verantwortung. Chancengleichheit und Klimaschutz werden als gemeinsames Ziel verstanden, das nur durch Zusammenarbeit und Bewusstseinsbildung erreicht werden kann.

DAVNE im Waldviertler Kernland verbindet Nachbarschaftshilfe, Gesundheitsförderung und Klimaschutz. Ehrenamtliche unterstützen ältere Menschen im Alltag - etwa durch Fahrdienste, Besorgungen oder Technikhilfe. Ergänzt wird das Angebot durch Aktivitätsgruppen für ein klimafittes Altern wie Bewegungs-, Koch- und Handarbeitsgruppen. Mit der "GibWeiter"-Plattform wird nachhaltiges Teilen ermöglicht, und der "WissensSchatzVermittlungsPlatz" stärkt den Austausch von Fähigkeiten. DAVNE stärkt soziale Teilhabe und fördert ein klimafittes Altern im ländlichen Raum.

"Gemeinden gesund unterwegs" fördert aktives Mobilitätsverhalten wie Radfahren und Zu-Fuß-Gehen - mit positiven Effekten auf Gesundheit, Klimaschutz und Mobilität. Ziel ist der Aufbau nachhaltiger Strukturen, die Förderung regelmäßiger Bewegung und die Vernetzung zentraler handelnder Personen. Bildungseinrichtungen, Verwaltung, Politik, Vereine und Bürger:innen werden eingebunden. Geplante Maßnahmen basieren auf Bedarfserhebungen, werden umgesetzt und evaluiert.

Durch Sensibilisierung der Bevölkerung und relevanter Berufsgruppen, die Vermittlung wirksamer Schutzmaßnahmen sowie die Präsentation kommunaler Best‑Practice‑Beispiele wird ein ganzheitliches Verständnis von Hitzeauswirkungen gefördert. Das Projekt richtet sich an Gemeinden, Entscheidungsträger:innen, Gesundheits‑ und Sozialberufe, Bildungseinrichtungen, NGOs und Studierende, um Wissen frühzeitig zu verankern und die Vernetzung in Kärnten zu stärken.

Das Projekt stärkt die Resilienz gegenüber Hitzebelastungen im Sozial- und Gesundheitssystem der Region Vorderland-Feldkirch. Organisationen entwickeln Hitzeaktionspläne, qualifizieren Fachkräfte und setzen präventive Maßnahmen um. Im Fokus stehen gefährdete Bevölkerungsgruppen und damit der Pflege-, Betreuungs- und Sozialsektor. Themen sind u. a. organisatorische Maßnahmen, Ernährung, Begrünung und arbeitsrechtliche Aspekte. Ziel ist es, Gesundheitsschäden zu vermeiden und die Community Readiness spürbar zu erhöhen.

Das Projekt HeatProtect verfolgt das Ziel, eine fundierte Datengrundlage für die Entscheidungsfindung sowie digitale Lösungen zu entwickeln, um die Auswirkungen von Hitzewellen auf das Gesundheitssystem und die Bevölkerung besser zu verstehen und zu managen. HeatProtect möchte die gesundheitlichen Risiken durch hohe Temperaturen quantifizieren, Frühwarnsysteme zu entwickeln und Maßnahmen zur Risikominimierung erarbeiten. Der Schwerpunkt liegt auf vulnerablen Gruppen wie älteren Menschen, Kindern und Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Die KLAR! Region Waldviertler Kernland beschäftigt sich mit der Klimawandelanpassung in der Region und legt mit ihrer Maßnahme „Gesund und klimafit durch den Alltag“ für 2023-2026 einen Schwerpunkt auf Gesundheit und Klima. Die Ergebnisse der Pilotierung des KLIC Gesundheit dienen der KLAR!- Region als Planungsgrundlage für die Umsetzung. Fokus in der Region Waldviertler Kernland liegt darauf das Wohlbefinden älterer Bewohnerinnen und Bewohner trotz Klimakrise in Zukunft sicherzustellen. Basierend auf einer quantitativen Analyse und einem Beteiligungsprozess werden konkrete Maßnahmen wie regionale Lebensmittelversorgung, Gemeinschaftsräume, Nachbarschaftshilfe sowie klimakompetente Pflegekräfte und Hausärzt:innen.

Im Rahmen eines Kurzlehrgangs erhalten Pflegenahversorger:innen in Kärnten praxisnahes und theoretisches Wissen zu Klimawandel und Hitzeschutzanpassungsmaßnahmen. Sie werden befähigt, als Multiplikator:innen zu wirken und ältere Menschen im häuslichen Umfeld über wirksame Schutzmaßnahmen zu informieren. Durch gezielte Schulungen stärken sie die Gesundheitskompetenz vulnerabler Gruppen und tragen dazu bei, Hitzeschutz nachhaltig in der Pflegepraxis zu verankern.

Das Projekt KliMate möchte die soziale Teilhabe, die Gesundheit und die allgemeine Klimaadaption älterer Menschen stärken. Um de physischen und psychischen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken, soll die soziale Teilhabe und die aktive Mobilität durch die Vermittlung von Klima- und Gesundheitskompetenz gefördert werden. Das Ergebnis des Projekts ist ein Framework zu den Einflussfaktoren für die Klima- und Gesundheitskompetenz sowie ein Berechnungsmodell zur Schätzung des gesundheitsökonomischen Nutzens von aktiver Mobilität bei älteren Menschen sein.

Hauptziel des Projektes ist es, Straßenräume fair, klimafit und gesundheitsfördernd zu gestalten. Dafür werden Aspekte von klimafitten und gesunden Straßen in Sanierungs- wie auch Neugestaltungsprozessen implementiert. Ziel ist durch ein praxisnahes Audit die Integration klima- und gesundheitsrelevanter Aspekte in laufende Straßensanierungsprojekte zu erleichtert. So werden Kosten reduziert und Klimaanpassung beschleunigt - praxisnah, partizipativ und zukunftsorientiert. Erfolgreiche internationale Konzepte wie "Healthy Streets" werden analysiert, angepasst, auf kommunaler Ebene getestet und politisch verankert. Umgesetzt wird dies durch Pilotprojekte, Schulungen, Zukunfts-Werkstätten und eine Konferenz.

Die ÖGK-Webinarreihe "Nachhaltige Ernährung" richtet sich an alle Versicherten mit Interesse an gesunder, umweltbewusster Ernährung. Vermittelt werden Zusammenhänge zwischen Essgewohnheiten und Klimawandel - etwa durch tierische Produkte oder lange Transportwege. So wird aufgezeigt, wie bewusste Ernährung Emissionen reduziert sowie Umwelt- und Gesundheitsaspekte verbindet. Auf individueller Ebene bietet die Webinarreihe praktische Tipps für klimafreundliches, gesundheitsbewusstes Essen im Alltag.
Projekthintergrund
Die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels werden in Österreich immer sichtbarer und sind besonders auf regionaler Ebene spürbar. Durch den Klimawandel entstehen neue Herausforderungen für den Gesundheitssektor, der die Rahmenbedingungen für Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität neu bewerten muss. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Wissen über den Zusammenhang zwischen Klima und Gesundheit sowie über geeignete Handlungsoptionen auch auf regionaler Ebene. Die Arbeiten zum Klima-Gesundheitsnetzwerk setzen sich zum Ziel, Initiativen und Netzwerke der Gesundheitsförderung und der Klimawandelanpassung zu vernetzen. Auf diese Weise leistet das Projekt einen Beitrag, die Gesundheitsförderung zukunftsorientiert auszurichten und den gesundheitlichen Herausforderungen des Klimawandels wirksam zu begegnen. Das Netzwerk bezieht Bund, Länder und regionale Organisationen ein und stellt Informationen, Schulungsmodule und Umsetzungstools für einen regionalen und lokalen Kapazitätsaufbau zur Verfügung.
Kontakt: Tamara Bauer (tamara.bauer@goeg.at)
Climate-Health Network Austria
The health effects of climate change are becoming increasingly visible in Austria and are particularly noticeable at regional level. Climate change is creating new challenges for the healthcare sector, which must reassess the framework conditions for security and quality of care. At the same time, there is a growing need for knowledge about the connection between climate and health and about suitable options for action. The work on the Climate-Health Network aims to link initiatives and networks for health promotion and climate change adaptation. In this way, the project contributes to future-oriented health promotion and to effectively meeting the health challenges of climate change. The network involves federal, state, and regional organisations and provides information, training modules and implementation tools for regional and local capacity building.
Contact: Tamara Bauer (tamara.bauer@goeg.at)