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Gesundes und klimafreundliches Leben

Der One-Health-Ansatz betrachtet die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als untrennbar verbunden und bildet die Grundlage für Strategien, die Wohlbefinden fördern und Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels stärken. Handlungsleitend sind dabei Aspekte sozialer Gerechtigkeit, da gesundheitliche Belastungen und Klimarisiken ungleich verteilt sind und insbesondere vulnerable Bevölkerungsgruppen betreffen.

Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Lösungen an den Schnittstellen von Gesundheitsförderung und Klimaschutz. Dies gilt für Bereiche wie nachhaltige Ernährungssysteme und aktive Mobilität, und insbesonders dort, wo der Klimawandel Arbeitswelten verändert. Hitze, Luftqualität und Extremwetter stellen neue Herausforderungen für Betriebe, Beschäftigte und das Gesundheitswesen dar. Wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention und Anpassungsstrategien sichern Versorgungssicherheit und Arbeitsqualität.

Nationale und internationale Kooperationen sowie interdisziplinäre Forschung schaffen die Basis für weiterführende Projekte und die nachhaltige Entwicklung klimaresilienter Strukturen – für gesunde Arbeitsplätze und eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Klima
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Überblick:

Gesundheitsförderung und One Health

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Die fachliche Aufbereitung von Gesundheitsförderung und One Health berücksichtigt die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und Ökosystemen auf Basis internationaler Empfehlungen und erfordert sektorübergreifende Netzwerkaktivitäten und Kooperationen. Schwerpunkte liegen auf nachhaltigen Ernährungssystemen und aktiver Mobilität.

One Health

Arbeit und betriebliches Gesundheitsmanagement

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Der Klimawandel wirkt bereits heute auf alle Lebensbereiche und hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Auf Basis einer Evidenzsynthese zu den Belastungen von Arbeitnehmer:innen werden deren Bedarfe erhoben, konkrete Handlungsoptionen für die betriebliche Praxis entwickelt und in Kooperation mit der AUVA der Zusammnenhang zwischen Hitzeereignissen und der Häufigkeit von Arbeitsunfällen untersucht.

 

Ernährungssystem

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Lebensmittelbasierte nationale Ernährungsempfehlungen sind die Basis für zahlreiche ernährungsbezogene Initiativen und Projekte. In Kooperation mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurden die bestehenden Empfehlungen zum einen um Umwelt- und Klimaparameter in die Berechnung erweitert, sowie zum anderen eine vegetarische Ernährungspyramide erarbeitet. 

Überarbeitung der nationalen Ernährungsempfehlungen

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Ernährung ist mehr als nur satt zu sein. Sie ist wichtiger Bestandteil unseres sozialen Lebens, unserer Gesundheit und des Umwelt- und Klimaschutzes. Dazu gehört unter anderem, dass gesunde und klimafreundliche Ernährung leistbar und zugänglich ist. In diesem Zusammenhand wurde eine erste umfassende Studie zu Ernährungsarmut in Österreich durchgeführt. 

Ernährungsarmut in Österreich 

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Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft bringt bedeutende Vorteile für die menschliche Gesundheit. Nachhaltige Gesundheitsförderung rückt die wechselseitig positiven Effekte (Co-Benefits) in den Vordergrund und adressiert Lebenswelten (Verhältnisse) und Verhaltensweisen. Die Co-Benefits von Klimaschutz und Gesundheitsförderung sind ein wichtiger Hebel in Richtung einer klimaneutralen, gesundheitsförderlichen und chancengerechten Lebensumgebung und bilden die Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen an der Schnittstelle von Klima- und Gesundheitspolitik. Im Rahmen von zwei Policy-Briefs wurden ergänzende Blickwinkel (Zeitwohlstand und psychosoziale Gesundheit) auf Gesundheitsförderung und Klimaschutz gelenkt.  

Policy-Brief zu Zeitwohlstand und den psychosozialen Co-Benefits von Klimapolitik 

Forschungsprojekte

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3WINpA be- und erarbeitet mittels partizipativer Co-Creativer-Methoden ein sozio-technisches Konzept, um pflegende Angehörige in Richtung eines gesunden und klimakompetenten Lebens zu befähigen.

3WINpA

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Im Projekt Transform‑Labor wird untersucht, wie Arbeitsbedingungen in der mobilen Langzeitpflege und im Bausektor so verändert werden können, dass Beschäftigte besser vor Hitzestress geschützt sind. Dafür wird ein systemischer Ansatz entwickelt, der technische, soziale, ökonomische und institutionelle Faktoren analysiert und daraus gerechte, wirksame Anpassungsmaßnahmen gemeinsam mit den Arbeiter*innen ableitet.

Transform-Labor

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Das Projekt untersucht die gesellschaftlichen Kosten des Nicht-Handelns in der Klimakrise. Die GÖG trägt dabei zum Wirkungsbereich "Gesundheit, Langzeitpflege und unbezahlte Arbeit" bei, in dem unter anderem die Auswirkungen von Hitze auf Mortalität und Morbidität sowie der klimawandelbedingte Mehrbedarf an Pflegeleistungen analysiert werden. 

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