Klima & Gesundheit
Die Klimakrise wird derzeit als die größte Bedrohung für die menschliche Gesundheit im 21. Jahrhundert bezeichnet, die entsprechend ökonomische, soziale und gesundheitliche Folgekosten impliziert. Die Klimakrise stellt den Gesundheitssektor vor eine doppelte Herausforderung: Die Klimaerwärmung, die Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Extremwettereignissen sowie die damit einhergehenden Folgen und Störungen des Ökosystems haben erhebliche Folgen für die Gesundheit und die Lebensqualität der Bevölkerung. Dies bedingt Risiken für die Versorgungsqualität, einen erhöhten Versorgungsbedarf und steigende Anforderungen an die Versorgungssicherheit im Gesundheitssystem.
Zudem verursacht der Gesundheitssektor in Österreich 6,7 Prozent des nationalen CO2- Fußabdrucks und erzeugt damit entsprechenden Handlungsbedarf im Sinne der Emissionsreduktion. Klimaschutzmaßnahmen im Gesundheitswesen fördern direkt die Gesundheit der Mitarbeiter:innen, Patientinnen und Patienten sowie der Bevölkerung durch die Gestaltung eines klimafreundlichen und gesundheitsfördernden Umfelds. Die Reduktion der Emissionen und die Forcierung von umweltfreundlicher Mobilität erhöhen die Resilienz der Bevölkerung im Umgang mit der Klimakrise einerseits und bieten andererseits Potenziale, ein gesundes und klimafreundliches Leben im Sinne eines doppelten Nutzens zusammen zu denken. Dies gilt auch im Bereich eines gesunden und nachhaltigen Ernährungssystems – eine gesunde und klimafreundliche Ernährung reduziert vorzeitige Todesfälle um bis zu 30 Prozent, zudem könnten dadurch bis zu 80 Prozent der Emissionen aus dem Ernährungssystem eingespart werden. Darüber hinaus verringert Gesundheitsförderung und Prävention die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und trägt somit auch positiv zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks des Gesundheitssektors bei.
Gesundes und klimafreundliches Leben
Klimaneutrales Gesundheitswesen umsetzen
