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Psychosoziale Gesundheit und Wohlbefinden junger Menschen

Der Fokus der Projekte zur Förderung der psychosozialen Gesundheit junger Menschen liegt auf der Aufbereitung und Vermittlung von Wissen und Angeboten und auf der Sensibilisierung junger Menschen und ihrer Bezugspersonen für die psychosoziale Gesundheit. 
Das passiert insbesondere im Rahmen der Sensibilisierung- und Informationsinitiative „ABC der psychosozialen Gesundheit junger Menschen“. Bündnisorganisationen aus unterschiedlichen Lebensbereichen junger Menschen bringen Inhalte und Angebote der Initiative wie Kurzbotschaften, Videos und Weiterbildungsangebote in ihre tägliche Arbeit ein. Unter Beteiligung junger Menschen, Expert:innen und Stakeholdern und in Kooperation mit den Bündnispartner:innen und dem FGÖ werden Maßnahmenempfehlungen entwickelt, die im Rahmen von Pilotprojekten und Fördercalls aufgegriffen werden. 

Ein spezieller Fokus wird in dem EU-Projekt MEET auf die Förderung der psychosozialen Gesundheit vulnerabler Jugendlicher (insbesondere von NEETS und Schulabbrecher:innen) gelegt.

Ein weiterer Themenschwerpunkt liegt auf der Vermittlung eines kritischen Umgangs mit vor allem digital kommunizierten Körper- und Schönheitsidealen und auf der Reduktion der Stigmatisierung von Menschen mit Mehrgewicht. Anhand von Kunstwerken wird thematisiert, wie sich Schönheitsvorstellungen im Laufe der Zeit verändert haben und wie sie uns - verstärkt durch die Wirkung sozialer Medien - bis heute prägen.

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Überblick:

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Die Informations- und Sensibilisierungsinitiative „ABC der psychosozialen Gesundheit junger Menschen“ bündelt entlang von drei einfachen, evidenzbasierten Kernbotschaften Wissen zu wirksamen Maßnahmen. Dieses Wissen wird gemeinsam mit Bündnisorganisationen in einem Social-Franchise-System über Tools, Good Practice-Beispiele, Informations- und Vernetzungsveranstaltungen und Trainings für Bezugspersonen junger Menschen vermittelt. Zentrale Plattform dafür ist der WohlfühlPOOL.

ABC-Initiative 

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Gesellschaftliche Körper- und Schönheitsnormen beeinflussen die Entwicklung der Identität und den Selbstwert junger Menschen stark. Soziale Medien und perfekt gefilterte Bilder führen zu unrealistischen Schönheitsidealen und erzeugen sozialen Druck, der das Selbstbild und die psychische Gesundheit beeinträchtigen kann. Die Agenda Gesundheitsförderung setzt daher einen Schwerpunkt auf die Entwicklung gesundheitsförderlicher Körperbilder.

Körperbilder YOUareART

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Logo EN: Co-fundes by the European Union; DE Kofinanziert von der Europäischen Union

Das Projekt MEET (MEntal wEll-being in EducaTion for disadvantaged youth) setzt sich zum Ziel das psychosoziale Wohlbefinden von (vulnerablen) jungen Menschen im Donauraum zu fördern (Österreich, Bulgarien, Bosnien Herzegowina, Tschechien, Ungarn, Mazedonien, Rumänien, Serbien, Slowenien, Slowakei und Ukraine). 2019 waren 10-12 % Menschen im Alter von 10-19 Jahren im Donauraum von psychischen Beeinträchtigungen betroffen. Multiple Krisen (COVID, der Krieg in der Ukraine, die Klima-Krise) stellen eine zunehmende Bedrohung für die psychosoziale Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen dar. Der globale Charakter dieser Krisen und die gemeinsamen Herausforderungen in der Donauregion erfordern einen transnationalen Ansatz um diesen zu begegnen. 

MEET zielt darauf ab, Kapazitäten zur Förderung der psychosozialen Gesundheit junger Menschen in formellen und informellen Bildungseinrichtungen auf drei verschiedenen Ebenen aufzubauen: Im Praxisbereich wird MEET integrative, innovative und jugendzentrierte Instrumente und Lernmaterialien für Pädagogen, Sozialarbeiter, Praktiker (O2.2) und gefährdete junge Menschen (NEETs, Schulabbrecher:innen) selbst (O2.3) entwickeln und erproben. Auf der Ebene von Organisationen und Vermittlern bringt MEET Akteure aus dem Gesundheits- und Bildungsbereich in „Labs für die psychosoziale Gesundheit junger Menschen“ zusammen, um neue und sektorübergreifende Koalitionen für die Förderung der psychosozialen Gesundheit junger Menschen zu bilden, ihr Wissen über psychosoziale Gesundheitsförderung zu erweitern und sie mit einer Methodik für die künftige Zusammenarbeit auszustatten (O1.2).

Auf politischer Ebene entwickelt MEET eine transnationale Strategie (O3.1) und lokale Aktionspläne (O3.2), um die psychosoziale Gesundheitsförderung bessern in die Bildung zu integrieren und politischen Entscheidungsträger:innen aller Ebenen Leitlinien an die Hand zu geben, wie die Bildungspolitik integrativer gestaltet werden kann. Der innovative Ansatz von MEET zielt nicht nur auf die formale Bildung wie Schulen, sondern auch auf die non-formale Bildungseinrichtungen wie Jugendzentren ab, die eine Schlüsselrolle bei der Erreichung benachteiligter Lernender und gefährdeter Jugendlicher spielen. Darüber hinaus wird das Projekt verschiedene Dimensionen sozialer Ungleichheit ansprechen, indem es sich an Jugendliche in ländlichen Gebieten und Roma richtet. Infolgedessen wird das Projekt dazu beitragen, psychosoziale Gesundheitsprobleme bei jungen Menschen zu bekämpfen. Langfristig können Ergebnisse von MEET zu einer Verringerung schlechten Schulleistungen und des Schulabbruchs führen, die Zahl der NEETs reduzieren, besser ausgebildete Arbeitskräfte ermöglichen und zu einem geringeren Arbeitskräftemangel beitragen.

Projektwebsite