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Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und von Angehörigen der Gesundheitsberufe

Die Initiativen in diesem Bereich unterstützen die Bevölkerung dabei, gut informierte Gesundheitsentscheidungen zu treffen und diese umzusetzen. Dazu werden der Umgang mit Gesundheitsinformationen, die Kommunikation mit Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie die Orientierung im Gesundheitssystem verbessert. Mit Strategien, Tools und Trainings richten sich diese Angebote vorrangig an Fachleute und Gesundheitseinrichtungen.

 

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Netzwerke:

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Die Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK)
Zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung braucht es geeignete Koordinationsstrukturen auf nationaler Ebene. Zu diesem Zweck wurde die Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) durch die Bundesgesundheitskommission Ende 2014 beschlossen und 2015 ins Leben gerufen. Mit einem intersektoral besetzten Kern-Team unterstützt die ÖPGK die bundesweite Umsetzung des Gesundheitszieles 3 „Die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken" langfristig und nachhaltig.

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Laufende Projekte:

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Weil gute Versorgung mit Kommunikation beginnt.

Gute kommunikative Fertigkeiten unterstützen Gesundheitsfachkräfte, die vielfältigen Herausforderungen in ihrem beruflichen Alltag zu bewältigen. Patientenzentrierte Gesprächsführung ist daher entscheidend für eine effektive und sichere Krankenversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention. Hier setzt die Initiative Gute Gesprächsqualität an: Kommunikationstrainings nach ÖPGK-tEACH-Standard mit Schauspielpatientinnen und Schauspielpatienten wirken nachhaltig, um die Gesprächsqualität im Versorgungsalltag erheblich zu verbessern. Besonders wissenswert: sie werden gefördert!

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Digitale Gesundheitsinformationen sind für viele Menschen zur ersten Anlaufstelle bei Gesund-heitsfragen geworden. Doch ihre Qualität variiert enorm. Fehlinformationen und irreführende Inhalte können Menschen verunsichern und zu falschen Entscheidungen verleiten. Hier setzt die Initiative InfoCure an: Im deutschsprachigen Raum soll gemeinsam ein Zertifizierungssystem für Anbieter digitaler Gesundheitsinformationen entwickelt werden, das Orientierung schafft und Nutzer:innen dabei unterstützt, qualitätsgesicherte Gesundheitsinformationen schnell und niederschwellig zu erkennen. Dies ist ein konkreter Beitrag zur Stärkung digitaler Gesundheits-kompetenz.

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Seit 2024 ist Österreich – vertreten durch die GÖG – Teil der Joint Action PreventNCD. Im Work Package 7 („Ungleichheiten bei Krebs und anderen nicht übertragbaren Krankheiten verrin-gern“), liegt der Fokus im Task 7.4 auf der Stärkung der Gesundheitskompetenz (GK) der Bevölkerung.
Im Rahmen des Subtask 7.4.1, der von der GÖG koordiniert wird, geht es um die systematische Aufbereitung der vorhandenen Evidenz zu GK-Maßnahmen, die zur Prävention von Krebs, anderen nicht-übertragbareren Erkrankungen (NCDs) und den damit verbundenen Risikofakto-ren beitragen können. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen Entscheidungsträger:innen und Praktiker:innen dabei unterstützen, wirksame Maßnahmen zur Stärkung der GK auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene umzusetzen.
 

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Das „Panel Gesundheitsförderung“ ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung im Rahmen der Agenda Gesundheitsförderung, die erstmals im September 2023 durchgeführt wurde und mehrmals pro Jahr wiederholt wird. Befragt wird eine repräsentative Stichprobe der österreichi-schen Wohnbevölkerung ab 16 Jahren. 
Im Rahmen des Panels werden regelmäßig auch Daten zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Österreich erhoben. Diese fließen in das nationale Monitoring ein und sollen informierte Entscheidungen unterstützen.
 

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Gesundheitsberufe sind eine zentrale Anlaufstelle und eine wichtige Informationsquelle bei Gesundheits- und Krankheitsfragen. Sie haben damit eine Schlüsselrolle in der Stärkung der Gesundheitskompetenz (GK) von Patientinnen und Patienten – vorausgesetzt, sie verfügen selbst über die dafür notwendigen Kompetenzen („professionelle GK“). Seit 2022 wird die professio-nelle GK laufend bei ausgewählten Gesundheitsberufen in Österreich erhoben. Die Ergebnisse zeigen berufsgruppenspezifische Unterschiede im Niveau der professionellen GK – bei gleichzeitig ähnlichen Herausforderungen.

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Rund 38 Prozent der Österreicher:innen ab 15 Jahren leben mit einer dauerhaften Erkrankung, unter Berücksichtigung von 19 ausgewählten Krankheiten sogar 66 Prozent. Bei bestehenden chronischen Erkrankungen (NCDs) ist das Selbstmanagement der Patientinnen und Patienten ein zentraler Erfolgsfaktor – sowohl für Adhärenz und Krankheitsbewältigung als auch für die Umsetzung notwendiger Lebensstiländerungen und eine verbesserte oder zumindest stabilisierte Lebensqualität.

Damit Patientinnen und Patienten ihr individuelles Selbstmanagement für eine bessere Prävention und Krankheitsbewältigung entwickeln und umsetzen können, braucht es eine gezielte Förderung durch Einrichtungen und Angehörige der Gesundheitsberufe. 

Ziel des Projekts 2026 ist es, den Stellenwert und vorhandene Formen von Selbstmanagement-Förderung v.a. im Setting der Primärversorgung zu analysieren und Ansatzpunkte für ihre systematische Stärkung zu identifizieren.

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