Joint Action Prevent Non-Communicable Diseases – Health Literacy (Task 7.4)
Österreich nimmt seit 2024 – vertreten durch die GÖG – an der Joint Action PreventNCD zur Prävention von Krebs und anderen nicht übertragbaren Krankheiten (NCDs) teil. Ziel der Joint Action ist es, Strategien und Maßnahmen zur Reduktion der Krankheitslast durch NCDs und deren Risikofaktoren in Europa zu unterstützen.
Work Package 7 der Joint Action soll dazu beitragen, Ungleichheiten im Zusammenhang mit Krebs und anderen NCDs zu verringern. Dies soll unter anderem durch die Stärkung der Gesundheitskompetenz (GK) der Bevölkerung und durch die Berücksichtigung von GK-Aspekten in Maßnahmen zur Prävention von Krebs, anderen NCDs und relevanten Risikofaktoren (Task 7.4) erreicht werden.
Die GÖG koordiniert in diesem Zusammenhang zwei Subtasks:
• Subtask 7.4.1 – Daten und Evidenz zur Stärkung der GK in der Allgemeinbevölkerung und in prioritären Zielgruppen
• Subtask 7.4.4 - Instrumente und Evidenz zur Förderung organisationaler Gesundheits-kompetenz
Subtask 7.4.1
Im Rahmen von Subtask 7.4.1 werden wirksame Maßnahmen zur Stärkung der GK in der Bevölkerung und in prioritären Zielgruppen identifiziert, die zur Prävention von Krebs, anderen NCDs sowie den damit verbundenen Risikofaktoren beitragen können.
Im ersten Schritt wird ein Scoping Review erstellt, der einen systematischen Überblick über wirksame Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz (GK) liefert, die einen Beitrag zur Prävention von Krebs, anderen nicht übertragbaren Erkrankungen (NCDs) sowie lebensstil-bezogenen Risikofaktoren leisten können. Darauf aufbauend folgen weiterführende Reviews, die sich auf die Evidenz zu Maßnahmen zur Förderung der digitalen GK sowie der GK in migrantischen Bevölkerungsgruppen konzentrieren. Ergänzend ist ein weiterer Review geplant, dessen inhaltlicher Schwerpunkt noch festgelegt ist. Zudem werden nationale Maßnahmen guter Praxis recherchiert und bewertet.
Kontakt:
Robert Griebler
Subtask 7.4.4
Ziel des Subtasks 7.4.4 ist es, die Umsetzung international entwickelter Standards für organisa-tionale Gesundheitskompetenz (OGK) in Gesundheitseinrichtungen zu fördern und Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Einrichtungen ihre GK‑Responsivität verbessern können. Dadurch sollen Gesundheitsorganisationen besser in der Lage sein, auf die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten mit Krebs und anderen NCDs einzugehen – unter anderem durch verständliche Kommunikation, Orientierungshilfen, gut zugängliche Informationen und Strukturen, die eine aktive Beteiligung ermöglichen.
Im Rahmen des Subtasks werden Stakeholder‑Interviews durchgeführt und eine Bestandsauf-nahme von Policies und Materialien zur OGK erstellt, um Faktoren zu identifizieren, die die Implementierung von OGK‑Standards unterstützen. Zudem werden OGK‑Self‑Assessments in österreichischen Gesundheitseinrichtungen erprobt. Darüber hinaus erfolgt ein Mapping wirksamer und möglicher Maßnahmen zur Verbesserung der GK‑Responsivität von Gesund-heitsorganisationen. Die Ergebnisse fließen schließlich in die Entwicklung eines OGK‑Toolkits ein. Der Toolkit soll Gesundheitseinrichtungen dabei unterstützen, sich zu gesundheitskompe-tenten Organisationen weiterzuentwickeln.
Kontakt:
Christa Straßmayr
