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Initiative Gesundheitsförderung und Gesundheitskompetenz in der Primärversorgung

Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention und Gesundheitskompetenz gehören seit einigen Jahren zu den definierten Aufgaben von Primärversorgungseinheiten (PVE). Da dieser Aufgabenbereich national wie international lange kaum in der Primärversorgung verankert war, besteht ein hoher Unterstützungsbedarf bei der praktischen Umsetzung.

Um die Einführung dieser neuen Aufgaben systematisch zu begleiten, beauftragte der Dachverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (DVSV) die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) sowie das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention (IfGP) in den Jahren 2018–2024 mit einer umfassenden Implementierungsunterstützung für PVE. Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) beteiligte sich an der Finanzierung.

Mit Ende 2024 wurde die operative, konzeptionelle PVE-Unterstützung zu Gesundheitsförderung und Gesundheitskompetenz an die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) übergeben. Die Aufgaben der GÖG verlagerten sich dadurch stärker auf die strategische, koordinierende Ebene und auf die Unterstützung aller Einrichtungen der Primärversorgung – also Einzel- und Gruppenpraxen sowie Primärversorgungseinheiten der Allgemeinmedizin sowie Kinder- und Jugendheilkunde.

Seit 2025 wird die Initiative Gesundheitsförderung und Gesundheitskompetenz in der Primärver-sorgung über die Agenda Gesundheitsförderung und den FGÖ finanziert. Sie verfolgt das Ziel, Gesundheitsförderung und Gesundheitskompetenz einheitlich, abgestimmt und nachhaltig in der Primärversorgung zu verankern.

Zentrale Aufgaben sind:

  • Vernetzung und Informationsaustausch relevanter Stakeholder aller Ebenen
  • Wissenstransfer in die Einrichtungen der Primärversorgung
  • Bereitstellung und Weiterentwicklung abgestimmter Materialien, Tools und Praxisangebote, die Einrichtungen bei der Umsetzung ihrer Aufgaben unterstützen
  • Identifikation von Bedarfen in der Praxis und gemeinsame Entwicklung von Lösungen
     

Durch die kontinuierliche Vernetzung, strukturierte Wissensaufbereitung und die Zusammenarbeit mit Praxis, Wissenschaft und Trägerorganisationen trägt die Initiative dazu bei,

  • Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention und Gesundheitskompetenz im Versorgungsalltag nachhaltig zu verankern,
  • Mitarbeiter:innen, Patient:innen sowie der Bevölkerung im Einzugsgebiet den Zugang zu gesundheitsförderlichen Angeboten zu erleichtern und
  • die Weiterentwicklung der Primärversorgung zu unterstützen.