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Best Practice Award: Klimafreundliche Gesundheitseinrichtungen (2026)

 

Der Best Practice Award „Klimafreundliche Gesundheitseinrichtungen“ des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und der Abteilung Klimaneutralität und nachhaltige Transformation der Gesundheit Österreich, zeichnete 2026 zum vierten Mal Gesundheitseinrichtungen in jenen Kategorien aus, wo sie innovative Klimaschutzprojekte im Gesundheitswesen umsetzen, damit Vorreiter:innen sind und einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Gesundheit leisten. 

Kategorien

Projekteinreichungen waren in den folgenden sechs Kategorien möglich:

  • Gebäude und Energie
  • Mobilität
  • Abfall‐ und Ressourcenmanagement sowie nachhaltige Beschaffung
  • Ernährung
  • Grünräume
  • Bewusstseinsbildung und Kommunikation

In jeder Kategorie wurden die besten Projekte ausgezeichnet.

Bewertung der eingereichten Projekte

Die eingereichten Projekte wurden von einer Jury aus Fachexpertinnen und Fachexperten aus den Bereichen Klima, Gesundheit und Nachhaltigkeit bewertet. Folgende Kriterien wurden zur Bewertung herangezogen:

  • Beitrag zum Klimaschutz / Ausmaß der erzielten Treibhausgasreduktion
  • Innovationscharakter und langfristige Wirkung der gesetzten Maßnahme(n)
  • Reproduzierbarkeit der gesetzten Maßnahme(n) und Bereitschaft zum Wissenstransfer
  • Beitrag zur Gesundheitsförderung

Preisverleihung

Die prämierten Projekte wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 19. Oktober 2026 in den Räumlichkeiten des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz durch Frau Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig und die Gesundheit Österreich GmbH – Abteilung Klimaschutz und nachhaltige Transformation in Wien ausgezeichnet. Alle prämierten Projekte wurden mit einem Zertifikat und einem Preisgeld in der Höhe von 1.000 Euro gewürdigt und der Öffentlichkeit präsentiert.


Ausgezeichnete Projekte

Kategorie Gebäude & Energie

Projektname: Klimafreundliches Ausbildungsgebäude – AZW 
Gesundheitseinrichtung: Tirol Kliniken GmbH

Das Ausbildungszentrum West (AZW) der Tirol Kliniken GmbH ist mit jährlich 2.900 Studierenden und 5.600 Fortbildungsteilnehmenden die zentrale Ausbildungsstätte für Gesundheitsberufe im Westen Österreichs. Das denkmalgeschützte Gebäude aus den 1970er-Jahren wird im laufenden Betrieb thermisch saniert, technisch modernisiert und für Klimaschutz und Klimaanpassung optimiert. Intelligente Beschattung, Free Cooling mit Brunnenwasser, Cooling Zones und ein Mobilitätsprogramm tragen dazu bei, die Emissionen stark zu reduzieren. Energiemonitoring und Nachhaltigkeitsbotschafter:innen fördern die Akzeptanz. Das Projekt zeigt, wie Bestandssanierungen Klimaschutz, Nutzerorientierung und Bildungsbetrieb erfolgreich verbinden können.

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Außenansicht AZW
Außenansicht AZW  ©Theresa Lackner-Pöschl

Projektname: Ausstieg aus fossilen Energieträgern
Gesundheitseinrichtung: Sankt Raphael (GmbH und Verein)

Das Seniorenheim St. Raphael modernisierte im Jahr 2025 seine Energieversorgung grundle-gend. Die gasbasierte Wärme- und Warmwasserversorgung wurde durch eine Grundwasserwärmepumpenanlage ersetzt. So konnte der Bezug von Gas vollständig eingestellt werden. Zur nachhaltigen Stromversorgung wurden in drei Ausbaustufen Photovoltaikanlagen auf den Dächern errichtet. Der damit erzeugte Solarstrom deckt den gesamten Strombedarf der Wärmepumpen. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Pflegeeinrichtungen durch den Einsatz erneuerbarer Energien ihre CO₂-Emissionen senken und den Anteil erneuerbarer Energien an ihrer Energieversorgung erhöhen können.

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Raum Heizzentrale
Heizzentrale  ©St.Raphael

Projektname: Konzept gegen sommerliche Überwärmung im kokon
Gesundheitseinrichtung: REHA Bad Erlach GmbH

Als Reaktion auf die zunehmend auftretenden Hitzeperioden wurde in der Rehabilitationsanstalt ein umfassendes Konzept zur energieeffizienten Gebäudekühlung umgesetzt. Die bestehende Fußbodenheizung wurde adaptiert und dient nun auch der Flächenkühlung, Sonnenschutzfolien reduzieren den Wärmeeintrag und neu gepflanzte Bäume sorgen für natürliche Beschattung. 
Die begleitende Initiative „Schlau lüften, länger cool bleiben“ fördert klimabewusstes Verhalten bei Mitarbeitenden sowie Patientinnen und Patienten. Die Maßnahmen verbessern den thermischen Komfort, steigern die Luftqualität und schaffen ein gesundheitsförderliches Umfeld bei gleichzeitig reduziertem Energieeinsatz.

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Außenansicht Kokon (Gebäude)
Außenansicht Kokon  ©Reha Bad Erlach GmbH

 

Kategorie Mobilität

Projektname: ‚Tritt mit‘ Rad-Aktionsmonat der Gesundheit Burgenland
Gesundheitseinrichtung: Gesundheit Burgenland

Mit dem Projekt sollen Mitarbeitende zur Nutzung des Fahrrads und anderer emissionsarmer Verkehrsmittel für den Arbeitsweg motiviert werden. In der Direktion und den vier Kliniken der Gesundheit Burgenland fanden dazu Rad-Aktionstage mit kostenlosem Radservice, einem gesunden Radfrühstück sowie Informations- und Beratungsangeboten statt. Über eine App können die gefahrenen Kilometer erfasst werden. Die Initiative wird von der Nachhaltigkeitsabteilung organisiert und soll langfristig in der betrieblichen Gesundheitsförderung verankert werden. Auszeichnungen für die aktivsten Teilnehmenden schaffen einen zusätzlichen Anreiz, das Fahrrad und andere emissionsarme Verkehrsmittel zu nutzen.

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Menschen mit Rad
"Tritt mit"Rad-Aktionsmonat der Gesundheit Burgenland  ©Gesundheit Burgenland

Projektname: Eco Challenge
Gesundheitseinrichtung: LKH Rottenmann/ Bad Aussee

Die EcoCharity-Challenge entstand aus einer Initiative des Energie- und Umweltteams des LKH Rottenmann-Bad Aussee. Gemeinsam mit dem Regionalmanagement Liezen wurde für eine bestehende Mitfahrbörse eine Challenge-App entwickelt. Ziel der Aktion war es, Mitarbeitende dazu zu motivieren, ihre Arbeits- und Freizeitwege verstärkt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder anderen emissionsärmeren Mitteln, beispielsweise in Fahrgemeinschaften, zurückzulegen und ihr Mobilitätsverhalten langfristig zu verändern. Von Juli bis Oktober 2025 beteiligten sich 180 Mitarbeitende in 35 Teams an der Challenge. Ergänzend dazu wurden beide Standorte mit Radfahrabstellräumen ausgestattet.

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Team mit Urkunde
Lions Anasia, RM-Liezen und Kernteam KH Rottenmann/Bad Aussee   ©Regionalmanagement Liezen (RML)

Projektname: Mit dem Fahrrad zur Arbeit – nachhaltig, fit und gesund
Gesundheitseinrichtung: Dr. Dedl & Dr. Stütz OG

Seit dem Jahr 2022 steht allen Mitarbeitenden ein Jobrad-Angebot zur Verfügung. Um das Fahrrad für den Arbeitsweg noch attraktiver zu machen, wurde 2025 eine Fahrrad-Challenge ins Leben gerufen. Ziel war es, möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen und damit Gesundheit, Fitness und eine emissionsärmere Mobilität zu fördern. Zusätzliche Anreize, darunter Sonderurlaubstage, und die aktive Beteiligung der Ärztinnen und Ärzte stärkten die Motivation. Ergänzend wurde ein E-Auto für dienstliche Fahrten angeschafft. Aufgrund des großen Erfolgs wurde die Fahrrad-Challenge auch 2026 durchgeführt.

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Menschen mit Rädern
mit dem Fahrrad zur Arbeit    ©Carina Kugler

Projektname: Schritt für Schritt zum Klimaschutz – Kommunikation, die bewegt
Gesundheitseinrichtung: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz

Das Projekt fördert Umweltbewusstsein, nachhaltige Mobilität und Gesundheit im Krankenhaus. Im Mittelpunkt stehen die Schritte-Challenge „Willst du mit mir gehen?“ und die Rad-Challenge „Mit dem Rad zur Arbeit“, bei denen die Mitarbeitenden ihre Aktivitäten über eine App erfassen. Begleitende Kommunikationsmaßnahmen und Aktionen wie „Walk & Talk“, „Vitamin-D-Tankstelle“ sowie Fachimpulse zum Thema Mobilität fördern die Teilnahme. Ergänzend werden zum Beispiel die SDGs und EMAS im Arbeitsalltag sichtbar gemacht. 

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Walk and Talk der Krankenhausleitung - fünf Menschen gehen auf die betrachtende Person zu
Walk and Talk der Krankenhausleitung   ©Barmherzige Brüder Linz / Reisinger

 

Kategorie Abfall-/Ressourcenmanagement und nachhaltige Beschaffung

Projektname: ARGE Green-Labs – Pionierarbeit für nachhaltige Laboratorien
Gesundheitseinrichtung: Tirol Kliniken GmbH

Mit dem Projekt „Green-Labs“ wird Nachhaltigkeit systematisch in den Laboralltag integriert, ohne dabei die Qualität der diagnostischen Leistungen zu beeinträchtigen. Herzstück ist das innovative Konzept der „Green-Lab-Coaches“, die die entsprechenden Maßnahmen dauerhaft im Laborbetrieb verankern. Darüber hinaus werden Energie- und Materialverbräuche reduziert, die Kreislaufwirtschaft gefördert, bestimmte Gefahrstoffe durch Alternativen mit geringeren Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen ersetzt und nachhaltige biotechnologische Verfahren eingesetzt. Die international anerkannte „My Green Lab“-Zertifizierung bestätigt die Wirksamkeit der definierten Maßnahmen. Eine digitale Wissensbibliothek sichert den Wissenstransfer und stärkt die langfristige Resilienz der Organisation.

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Projektteam der ARGE Green-Labs
Das Projektteam der ARGE Green-Labs    © Theresa Lackner-Pöschl

Projektname: Nachhaltigkeit durch innovatives und biologisch erweitertes Wundmanagement
Gesundheitseinrichtung: Konventhospital der Barmherzigen Brüder Linz

Das Projekt verbindet hochwertige Patientenversorgung mit einem konsequenten Ressourcenschutz. Durch die Nutzung moderner Verbandssysteme und den gezielten Einsatz der Larventherapie werden Verbandswechsel reduziert, der Materialverbrauch gesenkt und Abfälle vermieden. Nachhaltigkeitskriterien werden systematisch in die Auswahl von Produkten und Behandlungsmethoden integriert. Dadurch werden CO₂-Emissionen und der Ressourcenverbrauch verringert, während die Versorgungsqualität erhalten oder verbessert wird. Die externe Bestätigung im Rahmen des EMAS-Audits unterstreicht die Vorbildwirkung und Übertragbarkeit des Projekts.

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medizinisches Personal hält unlesbare Infotafeln
Wundmanagement ©Barmherzige Brüder Linz

Projektname: Der wirksamste Klimaschutz beginnt vor der Produktion. Digitale Speisensteuerung für weniger Abfälle, weniger CO₂ und mehr Effizienz
Gesundheitseinrichtung: Franziskus Spital GmbH

Mit dem Projekt verbindet das Franziskus Spital eine an Umwelt- und Ressourcenkriterien orientierte Beschaffung mit einer digitalen, bedarfsgerechten Speisensteuerung. Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende können ihre Mahlzeiten individuell bestellen, wodurch die Produktionsplanung auf dem tatsächlichen Bedarf und nicht auf Prognosen basiert. Überproduktion und Lebensmittelabfälle werden so bereits an der Quelle vermieden. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind digitale Bestellprozesse, eine bedarfsorientierte Produktionsplanung und eine datenbasierte Steuerung. Im Jahr 2025 konnten dadurch laut eigenen Angaben rund 6,4 Tonnen Lebensmittelabfälle vermieden werden. Gleichzeitig werden Ressourcen geschont, der Energieverbrauch reduziert und Prozesse in Küche und Logistik optimiert. Transparente Informationen über Allergene und Nährwerte stärken zudem die Selbstbestimmung und Gesundheitskompetenz der Nutzer:innen. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Digitalisierung, Klimaschutz und hochwertige Versorgung erfolgreich zusammenwirken.

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2 Personen die Infomaterial in die Kamera halten und der Text "Nix übrig für Verschwendung" mit einem Essteller auf dem ein Gesicht aus Lebensmitteln liegt
Nachhaltigkeit beginnt bei unseren Mitarbeitenden    ©Franziskus Spital

Projektname: Nachhaltigkeit bis zum letzten Bauteil: Urban Mining beim Rückbau der Privatklinik Confraternität
Gesundheitseinrichtung: Privatklinik Confraternität

Mit der Schließung und Neuerrichtung der Privatklinik Confraternität wurde der Rückbau als Kreislaufwirtschaftsprojekt neu gedacht. Statt Materialien, Geräte und Inventar zu entsorgen, wurden Wiederverwendung, Weitergabe, Modernisierung und Recycling systematisch geprüft. Historische Steinfliesen, Dachstuhl, Mobiliar, Pflanzen und Medizintechnik fanden neue Einsatzorte, mehr als 70 Matratzen wurden gespendet. Das Projekt veranschaulicht eindrucksvoll das Potenzial von Urban Mining: Rückbau wird zur aktiven Ressourcensicherung, schont Rohstoffe, vermeidet Abfälle und reduziert klima- und umweltbelastende Neuproduktionen. 

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Nachhaltigkeitsteam Confraternität
Nachhaltigkeitsteam Confraternität    ©Mavie Med

 

Kategorie Ernährung

Projektname: Am Lindl – wo Köstlichkeit genossen wird
Gesundheitseinrichtung: Seniorenwohnheim Lindl, Sozialhilfeverband Feldkirchen in Kärnten

Die hauseigene Küche des Seniorenwohnheims Lindl verbindet Gesundheitsförderung, Regionalität und Klimaschutz auf vorbildliche Weise. Täglich werden frisch zubereitete Speisen angeboten, die auf die besonderen Ernährungsbedürfnisse älterer Menschen abgestimmt sind. Besonderes Augenmerk wird dabei auf regionale, saisonale und biologische Zutaten gelegt. Dadurch werden Transportwege verkürzt und die regionale Wirtschaft gestärkt. Mit der Auszeichnung „Grüne Haube“ erfüllt die Küche anerkannte Qualitätsstandards und nimmt eine Vorreiterrolle in der nachhaltigen Seniorenverpflegung ein. Die Verbindung traditioneller Kochkultur mit modernen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt beispielhaft, wie Klimaschutz, Ressourcenschonung und Gesundheit erfolgreich miteinander verknüpft werden können.

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Grünfläche mit Bäumen vor Gebäude
©Sozialhilfeverband Feldkirchen

Projektname: Klimaschutz geht durch den Magen
Gesundheitseinrichtung: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien

Das Projekt verbindet Klimaschutz, Gesundheitsförderung und nachhaltige Krankenhausverpflegung. Den Mitarbeitenden stehen täglich vegane Menüs zur Verfügung, auch den Patientinnen und Patienten kann eine pflanzenbasierte Kost angeboten werden. Der verstärkte Einsatz regionaler, saisonaler und pflanzenbasierter Lebensmittel reduziert Treibhausgasemissionen und schont Ressourcen. Gleichzeitig werden Speiseabfälle systematisch erfasst, Portionsgrößen optimiert und Verpackungen durch Mehrweg- und unverpackte Lösungen reduziert. Das Projekt verbindet damit Umwelt- und Ressourcenaspekte in der Beschaffung mit Maßnahmen zur Abfallvermeidung und Bewusstseinsbildung. Mitarbeitende und Patientinnen und Patienten erleben unmittelbar, wie gesunde und klimabewusste Ernährung im Alltag umgesetzt werden kann. Damit erzielt das Projekt eine langfristige Wirkung auf Klimaschutz, Gesundheit und Nachhaltigkeit im Krankenhaus.

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Küchenteam Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien
Küchenteam der Barmherzigen Brüder Wien    © Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien

 

Kategorie Grünräume

Projektname: Generationengarten Ulrichsberg
Gesundheitseinrichtung: Sozialhilfeverband Rohrbach, Bezirksalten- und Pflegeheim Ulrichsberg

Der Generationengarten beim Bezirksalten- und Pflegeheim Ulrichsberg verwandelt eine ungenutzte Rasenfläche in einen barrierefreien Natur- und Begegnungsraum, der auf die Anforderungen zunehmender Hitzeperioden ausgerichtet ist. Beschattete Pavillons, hitzetolerante Bäume, heimische Hecken, Blumenbeete und ein Kinderspielbereich verbessern das Mikroklima, fördern Biodiversität und schaffen beschattete Bereiche für ältere Menschen und Kinder. Gleichzeitig dient der Garten als „grünes Klassenzimmer“, in dem Schulen, die Landjugend, Bewohner:innen und Pflegekräfte Wissen zu Klimawandel, Gesundheit und Naturschutz austauschen. Barrierefreie Wege fördern Bewegung und Teilhabe, naturnahe Aufenthaltsbereiche stärken Wohlbefinden und Gesundheit. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Klimaanpassung, Gesundheitsförderung und ein generationenübergreifendes Miteinander erfolgreich verbunden werden können.

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Gesamtansicht Generationengarten
Gesamtansicht Generationengarten     ©Manfred Leitner

Projektname: No mow may – blühende Gesundheit
Gesundheitseinrichtung: Orthopädisches Spital Speising GmbH

Mit dem Projekt fördert das Orthopädische Spital Speising Biodiversität, Klimaschutz und Gesundheitsförderung auf seinem weitläufigen Spitalsareal. Durch die reduzierte Mahd der Grünflächen, die Aussaat insektenfreundlicher Pflanzen, die Einrichtung zusätzlicher Nistmöglichkeiten und die Pflanzung trockenheitsverträglicher Kräuter werden Lebensräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten geschaffen und Maßnahmen zur Anpassung an zunehmende Hitzeperioden umgesetzt. Die naturnah gestalteten Außenbereiche dienen Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden und Besucherinnen und Besuchern als Erholungs- und Bewegungsraum und verbessern insbesondere in Hitzeperioden die Aufenthaltsqualität. Das Projekt verbindet Umweltbildung, Gesundheitsförderung und Naturschutz und zeigt, wie Gesundheits-einrichtungen mit einfachen Maßnahmen – etwa durch die Schaffung von Lebensräumen für Tier- und Pflanzenarten sowie die Verringerung des Treibstoffverbrauchs und der Emissionen – zum Klima- und Artenschutz beitragen können.

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Wiese mit Klee und Bäumen vor Gebäude
Blühende Vielfalt    ©Orthopädisches Spital Speising

 

Kategorie Bewusstseinsbildung und Kommunikation

Projektname: Dekarbonisierungsfahrplan 
Gesundheitseinrichtung: Gesundheit Burgenland 

Der Dekarbonisierungsfahrplan der Gesundheit Burgenland definiert einen Weg zur Reduktion von Treibhausgasemissionen mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040. Durch konkrete kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen in den Bereichen Energieversorgung, Gebäudetechnik, Mobilität, Beschaffung und Kreislaufwirtschaft schafft er ein praxisnahes Instrument zur systematischen Reduktion von Treibhausgasemissionen. Besonders hervorzuheben sind dabei der hohe Detaillierungsgrad, die messbaren Zwischenziele und die enge Abstimmung mit der Klimastrategie des Landes Burgenland. Der öffentlich zugängliche Fahrplan unterstützt den Wissenstransfer und bietet anderen Einrichtungen eine wertvolle Orientierung. Gleichzeitig stärkt das Projekt durch gezielte Maßnahmen für emissionsarme Mobilität, energieeffiziente Gebäude sowie Umwelt- und Ressourcenaspekte die Gesundheit und Lebensqualität von Mitarbeitenden, Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besuchern.

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Titelblatt Dekarbonisierungsfahrplan
Dekarbonisierungsfahrplan    © Gesundheit Burgenland

Projektname: Ökologische Transformation einer Kassenaugenordination
Gesundheitseinrichtung: Augenordination Dr. Laufenböck

Die Kassenaugenordination in Dornbirn verbindet eine hochwertige medizinische Versorgung mit einem umfassenden Konzept zur Reduktion des Energieverbrauchs, des Materialeinsatzes und der Treibhausgasemissionen. Dazu tragen unter anderem LED-Beleuchtung, Digitalisierung, Papierreduktion, ökologische Reinigungsprodukte, konsequente Mülltrennung und ressourcenschonende chirurgische Prozesse bei. Besonders hervorzuheben ist die Förderung der emissionsarmen Mobilität: Für Patientinnen und Patienten werden die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel übernommen und im Team werden emissionsarme Mobilitätsformen unterstützt. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Bewusstseinsbildung, Mitarbeiterschulungen und ein öffentlich zugängliches ökologisches Leitbild. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie auch eine niedergelassene Ordination Klimaschutz, Ressourcenschonung und Gesundheitsförderung erfolgreich miteinander verbinden kann.

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Dr. Laufenböck
Dr. Laufenböck    © Dr. Laufenböck

Projektname: Paracetamol – oral statt intravenös!
Gesundheitseinrichtung: LKH-Univ. Klinikum Graz

Das Projekt zielt darauf ab, die klimabelastende intravenöse Gabe von Paracetamol zu reduzieren und die orale Verabreichung, wo medizinisch vertretbar, zu fördern. Dazu entwickelten die Lokale Umwelt- und Klimaschutzkoordination, die Anstaltsapotheke und ein Anästhesist eine Kampagne, die Mitarbeitende über Unterschiede in Hinblick auf Emissionen, Kosten, Abfallaufkommen und Zeitaufwand informiert. Studien zufolge verursacht intravenös verabreichtes Paracetamol etwa die 26-fache Menge an CO₂-Emissionen der oralen Gabe. Erste Ergebnisse belegen den Erfolg der Kampagne: Der intravenöse Verbrauch ging um fünf Prozent zurück, während die orale Verabreichung um zehn Prozent zunahm. Dadurch konnten Treibhausgase eingespart werden. Das Projekt verbindet Klimaschutz, Ressourcenschonung und Bewusstseinsbildung und ist leicht auf andere Gesundheitseinrichtungen und Arzneimittelgruppen übertragbar.

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Logo Paracetamol oral statt intravenös
Logo des Projekts "Paracetamol - oral statt intravenös!"     ©Prof. Klaus Baumgartner / LKH-Univ. Klinikum Graz