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Professionelle Gesundheitskompetenz der Gesundheitsberufe

Erhebung und Dissemination der Ergebnisse 

Studien zeigen, dass ein großer Teil der Österreicher:innen Schwierigkeiten hat, Gesundheitsinformationen und -angebote zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und zu nutzen. 
Angehörige der Gesundheitsberufe sind eine der wichtigsten Anlaufstellen und Informationsquellen bei Gesundheits- und Krankheitsfragen. Sie spielen daher eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, die Gesundheitskompetenz (GK) der Bevölkerung zu stärken - vorausgesetzt, sie verfügen selbst über die dafür notwendigen Kompetenzen („professionelle GK“).
Die professionelle GK beschreibt das Ausmaß, in dem Angehörige der Gesundheitsberufe in der Lage sind, die GK ihrer Patientinnen und Patienten in ihrem beruflichen Alltag zu fördern. 

Dies umfasst:

  • Professionelles Informations- und Wissensmanagement (z. B. aktuelles und relevantes Wissen identifizieren, um Patientinnen und Patienten evidenzbasiert beraten zu können)
  • Informations- und Wissensvermittlung (z. B. Patientinnen und Patienten verständlich informieren und bei der Bewertung von Informationen unterstützen)
  • Patienteneinbindung und Beteiligung an Entscheidungen (z. B. Raum für Fragen schaffen und Patientinnen und Patienten aktiv in Gespräch einbeziehen)
  • Unterstützung von Patientinnen und Patienten im Umgang mit digitalen Gesundheitsinformationen und -angeboten (z. B. digitale Informationsangebote bereitstellen oder bei der Beurteilung dieser unterstützen können; professionelle digitale GK)


Seit 2022 werden in Österreich im Rahmen der Agenda Gesundheitsförderung Daten zur professionellen GK erhoben. Bislang wurden zehn Gesundheitsberufe befragt: Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Apotheker:innen, Hebammen, Diätologinnen und Diätologen, Psychiater:innen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Klinische und Gesundheitspsychologinnen und -psychologen, sowie Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten. Die Ergebnisse zeigen berufsgruppenspezifische Unterschiede im Niveau der professionellen GK – bei gleichzeitig ähnlichen Herausforderungen. 

Neben der professionellen GK werden in den aktuellen Befragungen auch die allgemeine GK sowie die persönliche digitale GK erhoben. Die wiederkehrende Befragung der einzelnen Berufsgruppen ermöglicht erste Einschätzungen, ob Initiativen zur Förderung der professionellen GK – wie etwa die Initiative Gute Gesprächsqualität – Wirkung zeigen. Darüber hinaus unterstützt der Fokus auf die persönliche und professionelle digitale GK das Monitoring der österreichischen eHealth Strategie.

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